Momo
Ein Notfellchen
Momo ist ein kleines Notfellchen und kommt aus einer Zooladenschwangerschaft.
Ich war gerade im Chat des Hamsterforums unterwegs, als ich davon erfuhr, dass bei BayWest eine Hamsterdame
eingezogen war, die schon im Zooladen schwanger geworden ist. Jetzt wusste sie nicht, wo sie die Babys
unterbringen sollte und suchte neue Körnergeber für die Kleinen.
Ich war sofort Feuer und Flamme, denn Toffee ist eine wirklich hübsche Hamsterdame, sodass ihre Babys auch einfach
nur toll werden konnten.
Jetzt musste nurnoch mein Freund überredet werden, was mir dann auch tatsächlich gelang. Ein neuer Eigenbau
wurde zusammengezimmert, damit die Fellnase auch ein Heim hatte und dann hieß es warten, warten, warten.
Am 24.05.2006 kamen die Hamsterbabys endlich auf die Welt. Hamster werden nackt und mit geschlossenen Augen
geboren. So dauerte es noch über eine Woche, bis die Farben der Kleinen langsam zu erkennen waren. Als
die Babys dann ganz
alleine durch den Käfig wuseln konnten, durften wir Interessenten uns jeder ein Baby aussuchen.
Für mich stand sofort fest, dass es der kleine Zobel sein sollte, dessen Bild mich so verzaubert hatte.
Man konnte zwar den Anschein gewinnen, dass ich auf Maulwürfe stehe, aber ich hatte mich verliebt!
Irgendwie gingen wir davon aus, dass "mein" kleiner Zobel ein Er war. Bei der Geschlechtsbestimmung stellte
sich dann jedoch heraus, dass ich doch ein Weib bekommen sollte. Dabei hatte ich doch schon den genialen Namen
Julius Quintus ausgedacht (im Juli sollte der Kleine einziehen und im 5. Monat kam er zur Welt). So wurde überlegt
und überlegt und mir fiel irgendwann das Buch "Momo" von Michael Ende ein. Das kleine Mädchen Momo hat einen
dunklen Lockenkopf und auch mein Zobelmädchen war dunkel und versprach ein Teddyhamster zu werden.
Entgegen der Einwände meines Freundes ("Momo nennt sich ein Sportlenkrad") wurde also mein erster Mittelhasmter
Momo genannt.
Mein Randaleweib
Der 2. Juli 2006 war dann der Tag, an dem meine Momo zu mir kommen durfte. Ich musste sie in Köln abholen,
was nicht ganz so nah ist, aber für diesen Schatz war mir das die Fahrt wert.
Promt verfuhr ich mich mitten in Köln und machte eine kleine Stadtrundfahrt, aber schlussendlich fand ich
dann doch noch die richtige Adresse. Ich durfte Mama und Geschwister begutachten und natürlich den Rest von BayWests
Rasselbande. Danach bin ich mit wertvoller Fracht nach Hause gedüst.
Nach der Fahrt machte mein Auto irgendwie seltsame Geräusche und eine Woche später wurde der Astra zum Totalschaden,
nachdem ein riesiges Loch den Motorblock verschönerte.
Nach dem zerstörten Auto hätte mir eigentlich klar sein müssen, dass das süße Fellknäul, das ich in Köln abgeholt hatte, zum Randaleweib heranwachsen würde. Aber nein, das muss Momo mir immer wieder neu beweisen - glaubt sie. :)